Heiraten in Südafrika: “Ja, ich will!”

Heiraten in SüdafrikaWer davon träumt, den schönsten Tag des Lebens am schönsten Ende der Welt zu feiern – in Südafrika – trifft eine gute Wahl. Facettenreicher kann sich eine Hochzeitsdestination kaum präsentieren und empfehlen. Das Land verzaubert mit jenem Facettenreichtum, der den Wunsch auf eine Traumhochzeit Wirklichkeit werden lässt.

Südafrika mit verliebten Augen zu betrachten, heißt Gefühle auszudrücken: „Paradiesisch schön und himmlich romantisch.“ Dabei kann dieser bevorzugte Flecken Erde noch mit ganz anderen Attributen punkten: internationales Flair, atemberaubende Landschaften und Kulissen, Kapstadt und Tafelberg, die Metropolen Johannesburg und Durban, zwei atlantische Ozeane als Tummelplatz für Wale, nicht zu vergessen die feinen Sandstrände oder das Kapweinland und seine weltbekannten Weingüter.

 

Fantasie ohne Grenzen

Die Reize, sich hier das Ja-Wort zu geben, lassen sich durch die Beantwortung der Frage nach dem „Wie-wollen-wir-heiraten“ noch immens steigern. Das „Ja, ich will“ darf sportiv auf einem Powerboot, einer mondänen Yacht oder in luftiger Höhe im Heißluftballon gehaucht werden, auf einer Bergspitze, die das Brautpaar mit dem Hubschrauber erreicht. Romantiker hingegen möchten die Zeremonie vielleicht lieber barfuß am Strand mit anschließendem Picknick vor neugierigen Pinguinen erleben. Natur- und hautnah dran an Giraffen, Elefanten oder Zebras, ließe sich die Hochzeit aber auch in eine Safari, beispielsweise im Tsitikamma Nationalpark, einbinden.

 

Gut geplant ins Eheglück

Rund um den Globus steht Südafrika bei angehenden Honeymoonern hoch im Kurs, die Buchungen der beliebten Hochzeitsdestination kennen seit Jahren nur eine Richtung, die nach oben. Tendenz: weiter steigend. Bei dieser Nachfrage muss den Vorbereitungen naturgemäß hohe Aufmerksamkeit gewidmet werden, bis zum Läuten der Hochzeitsglocken sollten Verliebte daher die rosarote Brille einmal abziehen und zur Seite legen.
Tipp 1: Das Zeitfenster für die Planungen sollte mindestens sechs Monate betragen, je mehr Zeit zur Verfügung steht, desto eher lassen sich eventuelle Enttäuschungen ausschließen. Ein Grund für diese Minimalanforderung sind alleine schon die Reservierungsgepflogenheiten, zum Beispiel für Unterkünfte, die in Südafrika bis zu einem halben Jahr im Voraus verbindlich zu buchen sind. Tipp 2: Wer auf der sicheren Seite bleiben, und sich nicht selbst um jedes Detail kümmern möchte, ist mit der Beauftragung eines Spezialisten hier in Deutschland oder direkt vor Ort gut beraten. Deren Palette reicht von Komplettarrangements bis hin zur Ausarbeitung von Angeboten, die jeden individuellen Wunsch des Brautpaares aufgreifen und diesen nach Möglichkeit realisieren, selbst hollywoodreife Inszenierungen lassen sich also verwirklichen.

 

Der „Amtsschimmel“ als Trauzeuge

Vor dem: „Ja, ich will“, gilt es natürlich auch, die Hürden der mehr oder weniger amtlichen Formalitäten zu nehmen. Die gute Nachricht: Trauungen vor Ort sind in aller Regel unkompliziert, nach dem Haager Abkommen von 1961, Südafrika hat die Inhalte und Vereinbarungen 1995 akzeptiert, gilt unter anderem das Eherecht der Bundesrepublik Deutschland. Legt man „das Amtliche“ in die Hände eines Veranstalters, sollten in jedem Falle die teilweise gravierenden Unterschiede der Abwicklung genauer unter die Lupe genommen werden. Alternativ kann man sich um die benötigten Dokumente selber kümmern, behilflich ist dabei eine möglichst frühe Kontaktaufnahme zur südafrikanischen Botschaft (Tiergartenstraße 18, 10785 Berlin, Telefon 030.22073-0).

 

Alles, was Recht ist

Das Mindestalter der künftigen Eheleute liegt bei 21 Jahren, diese Vorschrift muss auch von den beiden benötigten Trauzeugen erfüllt sein. Vorab vorzulegen sind gültige Reisepässe sowie ein Touristenvisum, dass bei der Einreise nach Südafrika ausgestellt wird. Ist einer der künftigen Eheleute geschieden oder verwitwet, müssen die Scheidungs- oder Sterbeurkunde vorgelegt werden.
Kurios, aber in Südafrika geltendes Recht: Amtliche Trauungen werden ausschließlich in als festes Gebäude zu identifizierenden Immobilien vorgenommen, während die „freiwillige“ Ring-Zeremonie an jedem beliebigen Ort vollzogen werden darf, also auch unter freiem Himmel.
Die Trauung selbst ist eher eine kurze Formalität, sie dauert rund 15 Minuten. Aber nach Unterzeichnung der Hochzeitsurkunde gilt das Brautpaar als verheiratet, auch im Sinne des deutschen Rechtes. Das überreichte, so genannte „Marriage Certificate“, ergänzt um eine per Amtssiegel beurkundete Postille, dient zur Vorlage bei den deutschen Behörden. Da die notwenige Beantragung bis zu sechs Monate dauern kann, sollte alternativ ein Notar damit beauftragt werden. Obwohl in Südafrika eine kirchliche Trauung für alle Konfessionen möglich ist, vom Pfarramt der Heimatgemeinde erhält man eine Bestätigung der Konfessionszugehörigkeit, wäre ein rein kirchliche Hochzeit nicht rechtsgültig, da das erwähnte „Full Marriage Certicate“ nicht ausgestellt wird.

 

Liebe ist, wenn…

„Eine Ehe ist die wichtigste Entdeckungsreise, die zwei Menschen miteinander unternehmen können!“ Folgt man dieser Empfehlung des dänischen Theologen und Philosophen Kierkegaard, geht man dem Ziel der Reise mit einer Hochzeit in Südafrika auf die erdenklich schönste und wohl auch romantischste Weise entgegen. Und an dieser Stelle dürfen jetzt alle Verliebten mit Heiratsabsichten die rosarote Brille wieder aufsetzen und träumen.